Bericht zur 9.Tagung Innsbruck

Bereits Anfang vergangenen Jahres hatten unsere österreichischen Mitstreiter zu dieser Tagung in die berühmte und sehenswerte Stadt am Inn eingeladen. Niemand von uns ahnte so recht, was uns dort erwarten würde. Nun, die Mitglieder der Freunde des Alpenzoo sind allerdings nicht unerfahren in der Ausrichtung einer derartigen Tagung, denn sie haben bereits auch die erste dieser internationalen Veranstaltung in ihrer Stadt organisiert und durchgeführt.

Von Anfang bis zum Schluß mit der Bus – Exkursion nach Südtirol war alles minutiös geplant und es funktionierte auch genau so präzise. Vorab dafür nochmals meinen Dank und Hochachtung an die Mannschaft um Walter Hüttenberger und Dr. Reinhard Neumayr !Donnerstag, der 23. September 2004 war für Anreise und Tagungsanmeldung sowie den Einzug in die Hotelzimmer im Innsbruck Hilton, direkt am Rande der fußläufigen Altstadt, vorgesehen. Das „ Goldene Dacherl “ war nur einen Katzensprung entfernt.

Obmann Dr. Reinhard Neumayer, Bürgermeisterin Hilde Zach, Obmann Stellvertreterin Mag. Patricia Niederwieser-Holzbaur, Zoodirektor Dr. Michael Martys, Siegfried Stauche. (Foto: Dr. Zessin, Schwerin)

Am Abend war für alle Teilnehmer ein sehr schmackhaftes, abwechslungsreiches Buffet zum kennenlernen arrangiert. Es war im Teilnahmepreis inbegriffen.

Der 24. war der Tag der Fachvorträge:

Nach der Begrüßung um 9.oo h im hauseigenen Tagungssaal sprach

Mag. Georg D u i t , SAZ Marketing Services GmbH, Wien, über

„ Fundraising – Voraussetzungen, Erfahrungen, Chancen und Risiken “.

Es folgte dann der Vortrag von

Prof. Dr. Walter S c h e r t l e r , Universität Trier:

„ Verdrängungswettbewerb und Freizeitverhalten – zur strategischen Dimension von Fördervereinen “.

Nach dem Mittagessen, wiederum im Hotel und in den Tagungsgebühren enthalten, wurde das Programm mit dem Vortrag von

Prof. Dr. Martin B e n k e n s t e i n , Universität Rostock,

„Megatrends im Freizeitverhalten – Schlußfolgerungen für die Zielgruppenansprache zoologischer Gärten “ fortgesetzt.

Diesen fundierten wirtschaftswissenschaftlichen Referaten folgten weitere fünf praxisgeprägte Beiträge. Es berichteten

RA. Sven T h a n h e i s e r, Tiergartenfreunde Hellabrunn, München,

„ Artenschutz und Marketing “.

Susanne M ü c k e , Zoo Leipzig,

„ Marketing und Marktforschung im Zoo der Zukunft “.

Claudia P o z n i k , Tiergarten Zürich,

„ Von A wie Attraktion bis Z wie Zoo – und was ein Förderverein dazu beitragen kann “.

Dr. Michael Ma r t y s , Alpenzoo Innsbruck – Tirol / Österreich,

„ Money makes the world go round “.

Dipl.-Ing. Thomas G r ö b e , Zoofreunde Hoyerswerda,

„ Der Zoo im Stadtumbau – Ostdeutschland “

Im Anschluß an jedes Fachreferat gab es Gelegenheit zur Diskussion und Fragen zu stellen.

Zumindest die drei ersten Darlegungen boten grundsätzliche Strategien sowohl für die Vereinsarbeit als auch für die der Geschäftsleitungen der Zoos.

Alle Beiträge waren wegen ihrer unterschiedlichen Sicht und Ausleuchtungsweisen ein Zugewinn für jeden Teilnehmer und damit ein großer Verlust für alle, die der Tagung nicht beiwohnten.

Wichtig war auch die Mitteilung, daß es bei der Förderung des Zoos nicht immer nur auf die Geldbeschaffung ankommt. In Zürich etwa zielt man unter anderem daneben auch auf ehrenamtliche Zeitspenden, etwa, daß man Mitglieder dazu ermuntert, nach einer aufwendigen fachlichen Schulung durch Zoo – Assistenten / – Kuratoren und kompetente Vereinsmitglieder zu Informationsarbeit etwa in Besucherführungen oder an Informationsständen gewinnt und zu freiwilliger Mitarbeit in vorgegebenem Umfang verdingt. Danach erfahren sie weitere Aufbauschulungen mit neuen Verpflichtungen gekoppelt. Zudem bekommen sie dafür die Möglichkeit zum kostenlosen Zoobesuch für eine gewisse Zeit. Die Erfahrungen sind sehr positiv.

Mit dem Gehörten kann sicher jeder Teilnehmer für seine Vereinsarbeit im Rahmen der Mitgliederbetreuung, der Neuwerbung, der Patenschaften- und Spendenrequise sowie der Sponsorenwerbung und mindestens ebenso wichtig, deren langfristige Bindung an den Förderverein oder den Tierpark / -garten oder Zoo direkten Gewinn davontragen.

Für das Programm der mitgereisten Damen war eine halbtägige Stadtführung in der so geschichts- und kulturträchtigen Altstadt von Innsbruck organisiert.

Die Inhalte der Vorträge sind im Internet bei Herrn Walter Hüttenberger hinterlegt.

Im Anschluß an diesen informativen und arbeitsreichen Tag wurden wir Zooförderer zur 10. Tagung europäischer Zooförderer von Frau Dr. Vreni G e r m a n n nach Z ü r i c h vom 28. April ( Freitag ) bis o1. Mai 2006 herzlichst eingeladen.

Sie sollten den Termin unbedingt vormerken.

Der Tag wurde mit einem einmaligen Überraschungsabend auf der Alpenhütte „ Seegrube “ in 1905 m. NN. abgerundet: Mit dem Bus fuhren wir zunächst bis zur Seilbahn – Talstation Hungerburg und von dort mit der Seilbahn hinauf zur Seegrube. Nach einem mehrgängigen Menue und sehr gemütlichem Beisammensein wurden wir kurz vor 22.3o h. bei mäßigem Schneefall und Windstille zu einem Glas Sekt auf die Sonnenterrasse gebeten. Der zunächst strahlende volle Mond verzog sich wie bestellt hinter Wolken und nun wurde anläßlich des 25. Geburtstages des Fördervereins für uns ein gewaltiges Höhenfeuerwerk mit Musik abgebrannt. Die Innsbrucker konnten das Spektakel nicht mit verfolgen, da unterhalb eine Wolkendecke hing. Sie hörten nur die Kracher. Wir alle waren begeistert ! Dann ging es mit der Seilbahn wieder zu Tal.

Am Samstag, dem 25. September, trafen wir uns nach Bustransfer und Seilbahnfahrt am Alpenzoo. Petrus meinte es nicht gut mit uns. Dr. Martys, er führte auch eine der drei Gruppen, spendierte darauf hin eine Runde Folien – Pelerinen und wir besichtigten den wunderschönen, blitzsauberen und sehr gepflegten Zoo. Die Zuchterfolge hier sind Zeichen der guten Unterbringung, obwohl der Alpenzoo mit nur knapp 5 ha. Fläche nicht in Gelände schwelgen kann, jeden Quadratzentimeter gewissenhaft nutz und gewissenhaft tiergerecht gestaltet. Anschließend war von der Landeshauptstadt Innsbruck und der Vertretung des Landes Tirol zum festlichen Mittagessen in die nahe Villa Alba geladen.

Die Busexkursion – gegen Extrazahlung – geführt von den Herren Hüttenberger und Dr. Neumayr – führte uns in das Ötzidorf in Umhausen / Ötztal mit einer sehr engagierten Führung in zwei Gruppen. Mittags kehrten wir in Graun ein, anschließend war eine Kellereiführung und Weinverkostung im Weingut Schloß R a m e t z bei Meran organisiert. Zum Abschluß folgte noch eine Besichtigung der ( botanischen ) Gärten von Schloß T r a u t m a n n s d o r f f bei Meran, in der Trägerschaft des Landes Südtirol.

Auf die Sekunde pünktlich trafen wir um 19.3o h. wieder am Hotel ein.

Allen Referenten, Sponsoren und den Organisatoren besten Dank für die hervorragende Tagung ! !

An der Tagung nahmen 73 Mitglieder aus Österreich, der Schweiz und der G d Z Deutschland teil, davon an der Exkursion 27 Personen. – Schade, daß nicht noch mehr Vereine vertreten waren., das Kommen hat sich gelohnt.

Am Samstag Nachmittag traf sich der Vorstand der G d Z im Tagungshotel zu einer ausführlichen Vorstandssitzung.

Kraft Engel

 

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